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Thailand: Ich packe meinen Backpack und nehme mit…

Hitze, Traumstrände, Pad Thai, Tuk Tuk, Ping Pong – nach drei Jahren Studium und bis dato keinem einzigen Aufenthalt außerhalb Europas war für mich klar, dass ich mal was von der Welt sehen will. Thailand sollte es sein – viele Backpacker, günstige Preise, traumhafte Natur. Wo ich war und was ich da alles erlebt habe, werde ich häppchenweise hier veröffentlichen. Anfangen möchte ich erst mal mit einer stinknormalen Packliste.

Es gibt zwar schon 678.523 Packlisten im Netz und auch ich habe die ein oder andere durchstöbert, bevor es fünf Wochen nach Asien ging aber trotzdem gibt’s die ein oder andere Sache, dessen Nützlichkeit mir erst vor Ort bewusst geworden ist und die ich bei der nächsten Backpackertour nicht missen möchte. Vor allem wenn dir dein allererster Backpacker-Urlaub bevorsteht, könnte der ein oder andere Tipp goldwert sein.

Kleidertaschen

Ordnung ist das halbe Leben – erst recht wenn man mit dem Rucksack unterwegs ist. Alle paar Tage packt man seine sieben Sachen zusammen und pilgert zum nächsten Aufenthaltsort, das ist auf der einen Seite etwas anstrengend auf der anderen Seite aber auch das Schöne an solchen Reisen. Noch schöner ist es aber, wenn das Ein- und Auspacken schnell und unkompliziert verläuft. Meine Freundin Jessi von jessicarwunderbar – mit der ich die fünf Wochen in Thailand übrigens auch verbracht habe – war da schlauer als ich. Sie hatte quasi für jede „Kleiderkategorie“ eine seperate Tasche und musste dadurch nicht mal halb so viel Zeit mit der Packerei verschwenden wie ich. Die günstigere Alternative dazu sind einfache Müllbeutel, allerdings hat man darin meiner Meinung nach nur mehrere voneinander abgetrennte Chaosberge, insofern lohnt sich der Kauf dieser Taschen definitiv. Hier geht’s zu den Kleidertaschen.

Cargo Bag

Wenn ihr am Flughafen auf euer Gepäck wartet, sind euch bestimmt schon mal in Frischhaltefolie eingewickelte, wurstformartige Rucksäcke aufgefallen, die über’s Gepäckband fahren. Viele Backpacker machen das, weil an ihren Rucksäcken Schnallen, Gurte und Bänder sind, die sich verheddern könnten. Wenn das passiert, werden diese vom Flughafenpersonal meistens einfach abgeschnitten. Und um das zu verhindern gibt’s eben einmal die Frischhaltefolien-Option oder man holt sich ein Cargo Bag. Da wir insgesamt vier Mal geflogen sind, war ich ganz froh, dass ich mir vorher eins angeschafft habe. Cargo Bag.

Travel Sheet

Ein Travel Sheet ist ein ganz dünner, luftiger Schlafsack. Gerade in Thailand schläft man öfter mal in Unterkünften, in denen man sich dann doch lieber schützend in sein Travel Sheet hüllt. Aber auch bei Ausflügen, wie zum Beispiel einer Dschungeltour, konnte ich es gut gebrauchen, zumal man es ganz klein einrollen kann, sodass es auch nicht viel Platz einnimmt. Hier geht’s zum Travel Sheet.

Nackenkissen

Ein „Hörnchenkissen“ haben sicherlich schon die meisten, aber für die, die es noch nicht haben und einen 12-Stunden-Flug vor sich haben: Schafft es euch an!
Ich hatte wirklich komplett vergessen, wie unfassbar ungemütlich Flugzeuge sind und dass man sich – selbst wenn man am Fenster sitzt – nicht mal dort mit einem normalen Kissen anlehnen kann, weil der Abstand einfach viel zu groß ist. Ein Nackenkissen vereinfacht die ganze Geschichte auf jeden Fall enorm und beschert euch wahrscheinlich sogar die ein oder andere Stunde Schlaf.
Genauso praktisch ist es aber natürlich auch, wenn man im Inland von A nach B möchte, denn in Bussen, Zügen und Fähren, haben wir auch das ein oder andere Stündchen verbracht. Hier geht’s zum Reise-Nackenkissen

Das richtige Handgepäck

Den Backpack hinten, der kleine Handgepäck-Rucksack vorne – ein typisches Backpackerbild. Aber auch da kann man wieder zwei Sachen beachten, um sich das Ganze entspannter zu gestalten. Erstens: Die Träger des Rucksacks sollten unbedingt breit genug sein, das erhöht den Tragekomfort extrem und ist bei Sonnenbrand auf den Schultern – den ihr zu 99% haben werdet – wesentlich erträglicher. Zweitens: Nehmt einen Rucksack mit, der rechts und links jeweils ein Getränkefach hat. Bei der Hitze in Thailand muss man ständig trinken und ich fand es sehr nervig jedes Mal meinen Rucksack zu öffnen, um an die Flasche zu kommen. Hier geht’s zu meiner Empfehlung: Faltbarer Rucksack (30 Liter).
Der Rucksack hat Trinkfächer an den Seiten und ihr könnt ihn sogar falten und im Backpack verstauen, wenn ihr mal gar kein Handgepäck haben wollt (wichtige Sachen, wie Handy und Portemonnaie, könnt ihr auch in einer Bauchtasche transportieren – das ist tausend Mal angenehmer 🙂 )

Mückenspray

Finger weg von Autan – und nein auch das Autan Tropical, was damit wirbt passend für tropische Gebiete zu sein, bringt in Thailand gaaar nichts. Spart euch die fünf Euro und kauft euch vor Ort ein orangenes Mückenspray (siehe Bild links) – das hilft dann wirklich.

 

 

 

Schuhwerk

Ein Paar Schuhe kann ich euch wirklich nur wärmstens empfehlen. Jessi war da mal wieder besser vorbereitet als ich und hat sich Birkenstocks aus Gummi geholt. Ich glaube, ich hatte noch nie so gemütliche Schuhe an und ich war auch auf nichts mehr neidisch in diesem Urlaub, als auf diese blöden Schlappen :D. Ich hatte neben meinen Flip Flops die normalen Birkenstocks dabei und habe mir jedes Mal Blasen darin gelaufen – und Blasen sind wirklich das allerletzte, was man da gebrauchen kann. Hier geht’s zu den Birkenstock-Schlappen.
Generell kann man zum Punkt Schuhe noch sagen: Nehmt so wenig Schuhe wie möglich mit – ein Paar Flip Flops und ein Paar Turnschuhe reichen absolut. Und viel mehr bekommt ihr sowieso schlecht in euren Backpack rein.

Musik-Box

Ich habe beim Packen gefühlt genau auf die falschen Sachen verzichtet. Ich habe zwar eine UE Boom Box, dachte mir aber, dass ich die nur unnötig mit mir rumschleppen werde, ohne sie groß zu benutzen. Letztendlich haben wir uns sehr oft gedacht, dass so ’ne Box gerade nicht schlecht wäre, dass ich sie kein zweites Mal zu Hause lassen würde.

Kartenspiel

„Aaach, in Thailand ist nur gutes Wetter, wir sind ja nicht in der Regenzeit da. Wir werden da auf jeden Fall Besseres zu tun haben, als Karten zu spielen“. Das Ende vom Lied waren insgesamt ca 1,5 Wochen Regen, jeweils von morgens bis abends – und ich habe mir noch nie so sehr ein Kartenspiel gewünscht, wie an diesen Tagen.

Regencape

Aus den obengenannten Gründen, wäre es auch schlau gewesen mein Regencape mitzunehmen, was ich mir im letzten Urlaub schon gezwungenermaßen während eines Platzregens zulegen musste. Also, wenn du schon eins hast, nimm es mit. Wenn du noch keins hast, kauf es dir vor Ort – gibt es an jeder Ecke für wenig Geld. Mich hat es nur geärgert, dass ich mir ein zweites Exemplar von diesen hübschen Teilen zulegen musste, als wir unsere Dschungeltour angetreten sind.

Mikrofaser-Handtücher

Mikrofaser-Handtücher sind super platzsparend und trocknen schnell, daher ein absolutes Muss für Backpacker. Jedes normale Handtuch, das ihr mitnehmt, kostet euch wirklich viel zu viel Platz – ich habe nämlich genau den Fehler gemacht, aber ab jetzt kommen mir nur noch Mikrofaser-Handtücher in den Rucksack. Hier gibt’s Mikrofaser-Handtücher.

Trinkflasche

Man kann natürlich auch eine Wasserflasche aus dem Supermarkt häufiger benutzen aber wer lieber seine eigene Trinkflasche dabei hat, kann sie in Thailand definitiv gebrauchen, weil es in vielen Hostels und Hotels Wasserspender gibt, an denen man sie auffüllen kann.

Kamera

Da ich sehr gerne fotografiere und vor allem filme, hatte ich insgesamt drei Kameras im Gepäck. Eine davon, kann ich aber jedem empfehlen, der gerne ein paar Eindrücke vom Urlaub festhalten, wenig Geld ausgeben und nicht so viel schleppen möchte – und zwar eine Sportscam (quasi eine günstigere Alternative zur GoPro). Das Problem bei meinen anderen Kameras (Olympus & OSMO) war, dass ich selten Lust hatte, sie mitzunehmen. Die Sportscam dagegen ist winzig klein und hat auch in meine Bauchtausche gepasst. Deswegen hatte ich sie am häufigsten dabei. Hier geht’s zur Sports Cam.

Klamotten

Packt euch nur gemütliche Sachen ein! Ihr werdet keine Lust haben euch mit unbequemen Sachen rumzuquälen. Für das Rumreisen im Inland hatte ich immer eine kurze Yoga-Hose von H&M an und eine dünne lange im Handgepäck, die ich überziehen konnte, wenn die Thais mal wieder mit der Klimaanlage übertrieben haben – was eigentlich jedes Mal der Fall war. Und weniger ist mehr! Man muss sowieso ab und zu mal waschen, d.h. man braucht keine zehn Oberteile, fünf Hosen und drei Kleider. Generell empfiehlt es sich auch eher dunklere Sachen mitzunehmen, weil die Laundry-Stellen in Thailand hell, dunkel, lila und grün – eben alle Farben in eine Maschine werfen, sodass es bei hellen Sachen passieren kann, dass man diese nicht ganz so strahlend weiß zurückbekommt, wie man sich das vorgestellt hat.

Der ganze Spaß und noch ein bisschen mehr jetzt noch mal als Liste zum Abhaken:

Unterlagen:

  • Reisepass (+ Kopie)
  • Personalausweis
    (hab ich zwar nicht gebraucht, ist aber vielleicht nicht schlecht als zweites Ausweisdokument)
  • Impfausweis
  • Kredtikarte
  • Auslandsreisekrankenversicherung

Elektronische Geräte:

Klamotten:

  • Unterwäsche
  • Socken (sehr wenige! Ihr werdet immer in Flip Flops rumlaufen)
  • Bikinis
  • Oberteile
  • Shorts
  • lange Hose
  • dünne (Strand-)Kleider
  • dünne Jacke
  • Sneaker
  • Flip Flops / Birkenstock-Schlappen
  • Regencape (nur falls du bereits eins hast, ansonsten vor Ort kaufen)

Sonstiges:

Reiseaptoheke:

Ich hatte das Glück, dass ich mir eine Reiseapotheke von meinem Arbeitgeber ausleihen konnte und nur die Packungen ersetzen musste, die ich angefangen habe. So konnte ich mir Geld sparen, weiß jetzt allerdings natürlich nicht mehr genau, welche Medikamente da genau drin waren. Also hier mal das, was mein Gedächtnis noch hergibt:

  • Vomex (gegen Übelkeit)
  • Paracetamol
  • Ein Malaria-Medikament, dass man einnimmt, wenn die Krankheit ausbricht (manche nehmen zur Vorbeuge jeden Tag Tabletten dagegen, das wollte ich aber nicht)
  • Nasenspray
  • Augentropfen
  • Pflaster und Mullbinden
  • Soventol (gegen Mückenstiche – das habe ich leider sehr oft gebraucht)

Es waren allerdings noch ein paar andere Medikamente dabei, an die ich mich jetzt nicht mehr erinnere – aber mit den obengenannten ist man auch schon ganz gut aufgestellt.

Hygieneartikel:

  • Kulturtasche (die habe ich mir auch extra vor der Reise geholt, ist aber auch durch die inklusiven Flüssigkeiten-Behälter sowie der dazugehörigen durchsichtigen Tasche super praktisch, wenn man mal nur mit Handgepäck fliegt)
  • Zahnbürste
  • Zahnpasta
  • Sonnencreme
  • After Sun Lotion
  • Shampoo
  • Duschgel
  • Haarkur
  • Abschminktücher
  • Q-Tips
  • Gesichtscreme
  • Bürste & Kamm
  • Haargummis
  • Schminke (davon braucht man nicht viel, weil man es bei der Hitze sowieso nicht ertragen kann, geschminkt zu sein)

Vor Ort besorgen:

  • Mückenspray
  • Wasserdichte Tasche für Wertsachen (vor allem, wenn ihr wie wir während des Songkran-Fests in Thailand seid!)

Ich glaube, mit diesen Infos seid ihr bestens für eure Backpacking-Tour ausgerüstet – wenn ihr noch weitere Tipps habt, gerne in die Kommentare damit! 🙂